Ein Portemonnaie, Euro-Banknoten und Münzen auf einem Holztablett

Vignetten-Preisindex 2026

Vignetten-Preisindex 2026: offizielle Preise und tatsächliche Gültigkeit aller europäischen Vignettenländer — Kalendertag oder 24 h, 14 Monate Jahresvignette.

Der Autovig-Preisindex stellt die offiziellen Vignettenpreise 2026 aller europäischen Vignettenländer in einer einzigen, geprüften Übersicht gegenüber. Alle Beträge stammen direkt von den nationalen Betreibern (ASFINAG, DARS, edalnice und weitere) und werden in einem festen Zyklus erneut geprüft.

Das Wichtigste 2026 in einem Satz: Am günstigsten sind die Jahresvignette der Schweiz mit 42,74 € (40 CHF) — ausschließlich als Jahresprodukt, ohne Kurzzeitoption — und die rumänische Rovinieta für einen Euro-6-Pkw mit 47,47 € (254 RON). Am oberen Ende liegen die landesweite ungarische Jahres-E-Matrica (169,23 € (61.760 HUF)), Slowenien (117,50 €) und Österreich (106,80 €); der tschechische Standardtarif (105,31 € (2.570 CZK)) liegt fast gleichauf mit Österreich. Alle Vignettenländer außer der Schweiz, die weiterhin eine Klebevignette verkauft, führen die Vignette bereits digital; Österreich verkauft 2026 letztmalig eine Klebevignette.

Jede Zeile der Tabelle zeigt ihr eigenes Prüfdatum an der Betreiberquelle. Maßgeblich sind stets die aktuellen Preise im offiziellen Betreiberportal; die unten verlinkten Quellen haben Vorrang.

Preisvergleich aller Länder (Pkw bis 3,5 t)

Jährliche Vignettenpreise im Vergleich

42,74 €
47,47 €
64,50 €
90,00 €
105,31 €
106,80 €
117,50 €
169,23 €
Jahr 42,74 € (40 CHF)
Kurzzeit k. A.
Pro Tag k. A.
Typ E-Vignette
Geprüft: 11. Okt. 2026 offiziell
Jahr 47,47 € (254 RON)
Kurzzeit 4,11 € (1 Tag)
Pro Tag 4,11 €
Typ E-Vignette
Geprüft: 11. Okt. 2026 offiziell
Jahr 64,50 €
Kurzzeit 5,30 € (1 Tag)
Pro Tag 5,30 €
Typ E-Vignette
Geprüft: 11. Okt. 2026 offiziell
Jahr 90,00 €
Kurzzeit 8,10 € (1 Tag)
Pro Tag 8,10 €
Typ E-Vignette
Geprüft: 11. Okt. 2026 offiziell
Jahr 105,31 € (2.570 CZK)
Kurzzeit 9,42 € (1 Tag)
Pro Tag 9,42 €
Typ E-Vignette
Geprüft: 11. Okt. 2026 offiziell
Jahr 106,80 €
Kurzzeit 9,60 € (1 Tag)
Pro Tag 9,60 €
Typ Kleber + digital
Geprüft: 10. Okt. 2026 offiziell
Jahr 117,50 €
Kurzzeit 16,00 € (7 Tage)
Pro Tag 2,29 €
Typ E-Vignette
Geprüft: 11. Okt. 2026 offiziell
Jahr 169,23 € (61.760 HUF)
Kurzzeit 15,21 € (1 Tag)
Pro Tag 15,21 €
Typ E-Vignette
Geprüft: 11. Okt. 2026 offiziell
Jahr k. A.
Kurzzeit 4,00 € (7 Tage)
Pro Tag 0,57 €
Typ E-Vignette
Geprüft: 11. Okt. 2026 offiziell

Kennzahlen des Index

Aus denselben Daten berechnet der Index die Werte, die in der Praxis und für die Presse am aussagekräftigsten sind:

  • Preis pro Tag für eine typische 10-Tage-Reise (Kurzzeitvignette geteilt durch Gültigkeitstage).
  • Jahres-Ranking von günstig nach teuer.
  • Anteil der Länder, die bereits rein digital sind (ohne Klebevignette).

Gültigkeitszeiten und Preisüberblick

Zwei als „Jahresvignette“ bezeichnete Produkte können sich um zwei Monate Abdeckung unterscheiden, zwei „Tagesvignetten“ um bis zu 24 Fahrstunden. Diese Seite vergleicht, wie die Uhr in jedem Land tatsächlich läuft. Die genauen, quellengeprüften Beträge je Fahrzeugklasse stehen im Länderleitfaden — die Preise dort stammen direkt aus dem amtlichen Tarif.

Wie lange die Produkte wirklich gelten

Österreich

Kürzestes Produkt 1 Tag
Wie das Jahresprodukt gezählt wird Kein Kalenderjahr: Die Vignette 2026 gilt vom 1. Dezember 2025 bis 31. Jänner 2027, also vierzehn Monate

Schweiz

Kürzestes Produkt Keines — nur Jahresvignette
Wie das Jahresprodukt gezählt wird Dasselbe 14-Monats-Fenster: 1. Dezember des Vorjahres → 31. Januar des Folgejahres

Tschechien

Kürzestes Produkt 1 Tag
Wie das Jahresprodukt gezählt wird Ein Jahr ab einem selbst gewählten Startdatum, das nicht vor der Zahlung liegen darf und höchstens 30 Tage danach beginnen muss

Slowakei

Kürzestes Produkt 1 Tag, gültig bis 24:00 Uhr des einen gewählten Tages
Wie das Jahresprodukt gezählt wird 365 Tage ab dem gewählten Startdatum

Slowenien

Kürzestes Produkt 7 Tage — ein 1-Tages-Produkt gibt es nicht
Wie das Jahresprodukt gezählt wird 12 Monate ab dem gewählten Start

Ungarn

Kürzestes Produkt 1 Tag, endet am Kauftag um 23:59 Uhr
Wie das Jahresprodukt gezählt wird Ebenfalls kein Kalenderjahr: Landes- und Komitatsprodukte gelten ab dem Kauf — bei Vorabkauf ab 1. Januar — bis zum 31. Januar des Folgejahres

Bulgarien

Kürzestes Produkt 24 Stunden ab der gewählten Startzeit; das Wochenendprodukt läuft Freitag 12:00 → Sonntag 23:59 Uhr
Wie das Jahresprodukt gezählt wird 12 Monate

Rumänien

Kürzestes Produkt 1 Tag, 00:00–24:00 Uhr des gewählten Tages, bei Kauf für heute ab dem Kaufzeitpunkt
Wie das Jahresprodukt gezählt wird 12 Monate, bis einschließlich zum Vortag desselben Datums im Folgejahr

Moldau

Kürzestes Produkt 7 Tage für einen Pkw samt Anhänger; 1 Tag für ein Güterfahrzeug bis 3,5 t
Wie das Jahresprodukt gezählt wird Kein 12-Monats-Produkt für Pkw: Nach 180 Tagen wird jeder weitere Zeitraum von bis zu 180 Tagen gesondert berechnet. Beginnt um 00:00 Uhr an einem gewählten künftigen Tag oder zur Uhrzeit auf der Bestätigung, wenn für heute gekauft

Die drei Zeitfallen

Ein „Tag“ ist meist ein Kalendertag, keine 24 Stunden. Die ungarische 1-Tages-E-Matrica endet am Kauftag um 23:59 Uhr; ein Kauf um 21:00 Uhr lässt drei Fahrstunden. Die slowakische läuft bis 24:00 Uhr des einen gewählten Tages. Für Fahrten am späten Nachmittag ist das nächstgrößere Produkt fast immer der bessere Kauf.

Zwei Länder geben vierzehn Monate — und alle vergessen den Januar. Österreich und die Schweiz lassen ihre Jahresprodukte vom 1. Dezember bis zum 31. Januar des Folgejahres laufen. Eine Januarfahrt ist noch von der Vorjahresvignette gedeckt — umgekehrt kostet ein Kauf im Dezember für eine einzige Durchfahrt den vollen Jahrespreis, denn keine der beiden Abgaben wird erstattet oder anteilig berechnet.

Nur Tschechien verbietet den Kauf in der Vergangenheit ausdrücklich. Das Straßengesetz bestimmt, dass der Beginn des bezahlten Zeitraums dem Zahlungszeitpunkt nicht vorausgehen darf und binnen 30 Tagen danach beginnen muss. Anderswo ergibt sich dasselbe Ergebnis in der Praxis, aber Tschechien schreibt es hin.

Woher der Preis kommt

Was den Preis bestimmt, ist nicht überall dasselbe. Österreich, die Schweiz, die Slowakei und Bulgarien verlangen für jedes Fahrzeug bis 3,5 t einen einzigen Tarif; unterschieden werden nur Motorräder, die in Österreich einen eigenen, günstigeren Tarif haben, in der Schweiz den vollen Preis zahlen und in der Slowakei und Bulgarien befreit sind. Slowenien tarifiert nach der Höhe über der Vorderachse: Klasse 2A unter 1,3 m, Klasse 2B ab 1,3 m zum etwa doppelten Preis. Ungarn tarifiert nach der Kategorie im Zulassungsdokument: D1 für Pkw der Klasse M1 mit höchstens 7 Sitzplätzen, D2 für Lieferwagen der Klasse N1 und für Fahrzeuge ab 8 Sitzplätzen. Moldau trennt Pkw von Güterfahrzeugen und Bussen. Zwei Länder berücksichtigen zusätzlich den Antrieb: Tschechien den Kraftstoff, Rumänien die EURO-Schadstoffklasse innerhalb jeder seiner vier Fahrzeugkategorien.

Auch die Festlegung der Beträge unterscheidet sich. Die Schweiz verlangt seit 1995 denselben Jahresbetrag. Tschechien legt gesetzlich nur den Standard-Jahressatz fest und leitet die kürzeren Produkte daraus ab — 30 Tage sind 19 %, 10 Tage 12 % und 1 Tag 9 %, jeweils auf volle zehn Kronen abgerundet. Deshalb bewegen sich alle vier tschechischen Standardpreise gemeinsam, sobald der Jahressatz indexiert wird. Rumänien legt seine Tarife in Lei per Verordnung des Verkehrsministeriums fest und indexiert sie jährlich an die Inflation; die neuen Beträge gelten ab dem 1. Januar. Moldau legt seine Tarife im Steuergesetzbuch in Euro fest und kassiert in Lei zum amtlichen Kurs des Zahlungstags.

Genaue Tarife je Fahrzeugklasse: Österreich, Schweiz, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Moldau.

Methodik

Dieser Index folgt demselben Verifizierungsprotokoll wie alle Autovig-Daten:

  • Primärquellen: ausschließlich offizielle nationale Straßen- und Mautbehörden, keine Aggregatoren oder Scraper.
  • Prüfzyklus: Jede Preiszeile trägt ein eigenes verifiedAt-Datum und muss innerhalb von 30 Tagen erneut am Betreiber geprüft werden; eine ältere Zeile lässt die Inhaltsvalidierung vor der Veröffentlichung fehlschlagen.
  • Vorrang der Quelle: Bei Abweichung gilt immer der aktuelle Preis im offiziellen Betreiberportal.

Die vollständige Methodik beschreiben wir unter Transparenz & Datenmethodik.

So zitieren Sie diese Daten

Die Daten dieses Index sind frei zitierbar mit Quellenangabe. Wir freuen uns über einen Verweis in folgender Form:

Quelle: Autovig — Vignetten-Preisindex 2026, geprüft an offiziellen Betreiberangaben (autovig.eu).

Für Redaktionen und Blogs stellen wir die Vergleichsgrafik zum Einbetten bereit; bitte mit Link auf diese Seite verwenden.

Maschinenlesbare Dateien

Dieselben am Betreiber geprüften Angaben erscheinen auch als statisches JSON unter /data/v1/index.json (CC BY 4.0). Die Dateiformate beschreibt /data/v1/openapi.json.

Häufig gestellte Fragen

Welche Jahresvignette ist 2026 am günstigsten?

Die Schweizer Jahresvignette (42,74 € (40 CHF)) und die rumänische Jahres-Rovinieta für einen Euro-6-Pkw (47,47 € (254 RON)) sind die günstigsten Jahresprodukte; ein Elektroauto zahlt in Rumänien noch weniger (42,61 € (228 RON)). Die Schweizer Vignette gibt es nur als Jahresprodukt; wer nur wenige Tage fährt, ist mit den Kurzzeitvignetten anderer Länder oft günstiger unterwegs.

Welche Länder haben 2026 nur noch eine digitale Vignette?

Alle neun Vignettenländer verkaufen eine digitale, an das Kennzeichen gebundene Vignette. Die Schweiz bietet neben der E-Vignette weiterhin eine Klebevignette an, Österreich 2026 letztmalig, bevor es ab 2027 vollständig auf digital umstellt; überall sonst gibt es die Vignette nur noch digital.

Wie aktuell sind die Preise in diesem Index?

Jeder Eintrag trägt ein eigenes Prüfdatum (verifiedAt) und darf nicht länger als 30 Tage veröffentlicht bleiben, ohne an der Betreiberseite erneut geprüft zu werden, aus der er stammt. Maßgeblich bleibt stets der offizielle Betreiberpreis.

Sind in den Preisen Sondermauten enthalten?

Nein. Der Index zeigt die reinen Vignettenpreise. Strecken- und Sondermauten (z. B. Brenner, Tauern, Karawanken in Österreich oder Tunnelgebühren) kommen je nach Route zusätzlich hinzu.

Offizielle Quellen

Die Preise in der Tabelle oben stammen direkt aus Autovigs geprüften Betreiberdaten; jede Zeile trägt ihr eigenes Prüfdatum.