Nahaufnahme eines Schreibtischkalenders mit sichtbaren Daten im Monatsüberblick

Gültigkeitszeiten und Preisüberblick

Autovig DE länderübergreifende Referenz zu Vignetten-Gültigkeitszeiten und Preisspannen für die meistbereisten europäischen Reiseziele.

Zwei als „Jahresvignette" bezeichnete Produkte können sich um zwei Monate Abdeckung unterscheiden, zwei „Tagesvignetten" um bis zu 24 Fahrstunden. Diese Seite vergleicht, wie die Uhr in jedem Land tatsächlich läuft. Die genauen, quellengeprüften Beträge je Fahrzeugklasse stehen im Länderleitfaden — die Preise dort stammen direkt aus dem amtlichen Tarif.

Wie lange die Produkte wirklich gelten

Österreich

Kürzestes Produkt 1 Tag
Wie das Jahresprodukt gezählt wird Kein Kalenderjahr: Die Vignette 2026 gilt vom 1. Dezember 2025 bis 31. Jänner 2027, also vierzehn Monate

Schweiz

Kürzestes Produkt Keines — nur Jahresvignette
Wie das Jahresprodukt gezählt wird Dasselbe 14-Monats-Fenster: 1. Dezember des Vorjahres → 31. Januar des Folgejahres

Tschechien

Kürzestes Produkt 1 Tag
Wie das Jahresprodukt gezählt wird 365 Tage ab einem selbst gewählten Startdatum, das nicht vor der Zahlung liegen darf und höchstens 30 Tage danach beginnen muss

Slowakei

Kürzestes Produkt 1 Tag, gültig bis 24:00 Uhr des einen gewählten Tages
Wie das Jahresprodukt gezählt wird 365 Tage ab dem gewählten Startdatum

Slowenien

Kürzestes Produkt 7 Tage — ein 1-Tages-Produkt gibt es nicht
Wie das Jahresprodukt gezählt wird 12 Monate ab dem gewählten Start

Ungarn

Kürzestes Produkt 1 Tag, endet am Kauftag um 23:59 Uhr
Wie das Jahresprodukt gezählt wird Landesweite oder Komitatsprodukte auf Kalenderjahresbasis

Bulgarien

Kürzestes Produkt 1 Tag; das Wochenendprodukt läuft Freitag 12:00 → Sonntag 23:59 Uhr
Wie das Jahresprodukt gezählt wird 12 Monate

Moldau

Kürzestes Produkt 7 Tage
Wie das Jahresprodukt gezählt wird Beginnt um 00:00 Uhr an einem gewählten künftigen Tag oder zur Uhrzeit auf der Bestätigung, wenn für heute gekauft

Die drei Zeitfallen

Ein „Tag" ist meist ein Kalendertag, keine 24 Stunden. Die ungarische 1-Tages-E-Matrica endet am Kauftag um 23:59 Uhr; ein Kauf um 21:00 Uhr lässt drei Fahrstunden. Die slowakische läuft bis 24:00 Uhr des einen gewählten Tages. Für Fahrten am späten Nachmittag ist das nächstgrößere Produkt fast immer der bessere Kauf.

Zwei Länder geben vierzehn Monate — und alle vergessen den Januar. Österreich und die Schweiz lassen ihre Jahresprodukte vom 1. Dezember bis zum 31. Januar des Folgejahres laufen. Eine Januarfahrt ist noch von der Vorjahresvignette gedeckt — umgekehrt kostet ein Kauf im Dezember für eine einzige Durchfahrt den vollen Jahrespreis, denn keine der beiden Abgaben wird erstattet oder anteilig berechnet.

Nur Tschechien verbietet den Kauf in der Vergangenheit ausdrücklich. Das Straßengesetz bestimmt, dass der Beginn des bezahlten Zeitraums dem Zahlungszeitpunkt nicht vorausgehen darf und binnen 30 Tagen danach beginnen muss. Anderswo ergibt sich dasselbe Ergebnis in der Praxis, aber Tschechien schreibt es hin.

Woher der Preis kommt

Nur zwei Systeme veröffentlichen einen einzigen Satz statt einer Tabelle. Die Schweiz verlangt für jedes Fahrzeug bis 3,5 t denselben Jahresbetrag, unverändert seit 1995. Tschechien legt gesetzlich nur den Jahressatz fest und leitet den Rest daraus ab — 30 Tage sind 19 %, 10 Tage 12 % und 1 Tag 9 %, jeweils auf volle zehn Kronen abgerundet. Deshalb bewegen sich alle vier tschechischen Preise gemeinsam, sobald der Jahressatz indexiert wird.

Genaue Tarife je Fahrzeugklasse: Österreich, Schweiz, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Moldau.

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